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Erlenbacher Höfe

Aufzeichnung aus dem Jahre 1503 nennen für Erlenbach nur 4 Höfe, die früher dem Grafen von Rieneck zu eigen waren. Später als "Diemarsche Höfe" bezeichnet, mußten sie in die Hände des Adeligen von Diemar, der in Wiesenfeld saß, gelangt sein. 1503 kamen sie mit den Rettersbachern zum Amte Karlstadt. Während diese einen Schultheißen besitzen und zum Centgericht Karlstadt gehen, sind die Erlenbacher schultheißen und centgangfrei. Sie unterstehen in allem direkt einem Beamten. Er regelt alles an Ort und Stelle. Der zuständige Pfarrer sitzt für die Hofbauern in Wiesenfeld; die Zehnt liefern die ebenfalls nach Wiesenfeld, die Koppelweide aber haben sie mit Sendelbach, Steinfeld und Hausen gemeinsam.

Einen Bericht vom Jahre 1800 lautet: Erlenbach ein kleines Katholisches-Würzburgisches Dörfchen im Amte Karlstadt von 8 Häusern. Es pfarrt nach Wiesenfeld. Die Kinder werden nach Hausen, einem Filialorte der Pfarrei Wiesenfeld, eine halbe Stunde Weg, in die Schule geschickt. Das Örtchen hat 8 Baueren und 1 Hirten 53 Seelen. Der Boden des Feldes ist naß und kalt, und ist nur durch den Fleiß der Bewohner fruchtbar; es wird alle Gattung von Getreid da gebaut, Korn, Weizen, Hafer, Gerste, Erbsen, Linsen, Wicken; Wiesen haben sie zwar, doch bauen sie noch viel Klee, sie haben auch etwas Waldung, worin Eichen, Buchen, Birken stehen. Sie erwerben sich etwas Geld durch Getreid, mehr durch Viehmastung. Ihr ganzer Nahrungsstand ist Feldbau und Viehzucht, letztere wird ziemlich gut da betrieben, weil Sie ihre Felder mit Dung zwingen müssen. Auch haben Sie eine eigene Schäferei.

Erlenbach! Seltsam dieser Name für meinen Heimatort, denn da gibt es keinen Bach und da sind keine Erlen. Zwar schlängelt sich drüben in der Wiesenmulde ein Wassergraben vom "Weidli" durchs "Kuni" und den "Helgraben" zum Mühlental hinab,-vielleicht war da einstmals ein Bach gewesen mit Erlen am Ufer,- jetzt aber führt er zur Sommerzeit nur einen dünnen Faden Wasser" So beschrieb Hermann Josef Sendelbach, geboren 8. April 1894, seinen Geburtsort.