HGV Steinfeld-Hausen-Waldzell

Mühlen

Obere Mühle "Schucks Mühle"

Die Mühle ist vermutlich schon über 400 Jahre alt und seit ca. 125 Jahren im Besitz der Familie Schuck. Anton Schuck (1854-1924) erwirbt die Mühle von einem Müller namens Kneip und vererbt sie seinem Sohn Franz Schuck (1895-1967). Danach geht sie über auf dessen Sohn Kurt Schuck. 1931/32 hat der Obermüller vom Wasserrad auf Turbine umgestellt. Mehrere Anbauten aus verschiedenen Epochen zeugt von dem Expansionsbestreben der verschiedenen Besitzer. In ihrer jetzigen Form exestiert die Mühle seit ca 65 Jahren. Die Mühle belieferte 25 Bäckereien im Umkreis und viele Privatleute, seit 2003 wird in der Mühle nicht mehr gemahlen. Auf Karte anzeigen

Mittelmühle (heute: Buchenhof)

Die Mittelmühle war auch eine "Schürgermühle" benannt nach der alten Schürgerfamilie, die im Buchental mehrere Mühlen betrieb.
Hermann Weidner war der letzte Müller in der Mittelmühle, er heiratete 1946 Anna Schürger, die Tochter des Mittelmüllers Georg Schürger. Nach dem frühen Tode seiner Frau im Jahre 1949 heiratete Hermann Weidner dann seine 2. Frau Lydia.
1954 aber ging die Müllerherlichkeit zu Ende. Der Mittelmüller stellte den Betrieb der Getreidemühle ein. Die Weidners führten dann eine kleine Landwirtschaft.
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1963 verkaufte das Ehepaar Weidner Grund und Boden an die Brauerei Stumpf, die Mühle wurde abgerissen und die Familie Stumpf baute sich ein großes, schmuckes Anwesen, das im Stil an oberbayerische Hausformen erinnert. "Buchenhof" nannte die Familie Stumpf ihr 1964 fertiggestelltes Anwesen. Zur Erinnerung, das auf dem Grund des Buchenhofes einmal eine Mühle stand, wurde am Wohnhaus ein Mühlrad montiert.

Reußenmühle (Schürgersmühle)

Wurde 1614 bereits erstmals genannt. Die damaligen Müllersleut hießen Michael und Anna Gress. Das Anwesen gehörte damals dem Hochstift Würzburg und wurde als Lehen mit seinem Grund von rd. 10 Hektar Land vergeben.
1789 wird die "Reussen-Mühl" in einer Urkunde als Getreidemühle mit einem Gang (einem Stein) beschrieben. Der Müller war Mischel Freitag. 1813 wird die Reussenmühle in einer Urkunde plötzlich "Veitsmühle" genannt vermutlich nach ihrem damaligen Besitzer. 1823 wurde die Reussenmühle von Georg Schürger für 2600 Gulden ersteigert. Der vorherige Müller Adam Öhring musste Konkurs anmelden. Seitdem ist die "Reussen-Mühl" in Besitz der Familie Schürger. 1946 heiratet Gregor Riedmann die älteste Tochter von Joseph Schürger. 1971 ist der Mühlenbetrieb allerdings nach über 350 Jahren eingestellt worden, weil die Arbeit ganz und gar unrentabel geworden war. Das Mahlwerk ist noch vollständig erhalten.
Die Wiesen vor der Mühle können als Jugendzeltplatz genutzt werden.
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Jägersmühle

1723 vom Jägermeister des Hochstift Würzburg erbaut, daher der Name "Jägersmühle". Die ersten Eigentümer hießen Welzenbach. Der Urgroßvater von Franz Ludwig, dem heutigen Besitzer, hat im Jahre 1864 die Jägersmühle vom Anton Welzenbach erworben seitdem ist sie im Besitz der Fam. Ludwig
Der letzte Müller, der dieses alte, ehrbare Handwerk ausübte war Josef Ludwig, der Vater des heutigen Mühlenbesitzers, Josef Ludwig war mit ganzem Herzen Müller, doch die alte Mühle ernährte ab der zweiten Hälfte des Jahrhunderts kaum mehr ihren Mann, so daß der Betrieb 1963 eingestellt werden musste.
Franz Ludwig hat das alte Holzwasserrad durch ein selbst gebautes Wasserrad aus Metall getauscht, dieses Wasserrad treibt heute einen Generator an. Der hiermit erzeugte Strom reicht für die Eigenversorgung aus oftmals kann sogar Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden. Der sehr schöne Bidstock wurde 1843 gefertigt. Der Grenzstein vom Kloster Neustadt steht oberhalb der Mühle. Vermutlich war die Mühle im Besitz des Klosters Neustadt. Auf Karte anzeigen