HGV Steinfeld-Hausen-Waldzell

Chronik von Hausen

Die Gegend um Steinfeld und Hausen war schon in dem Zeitraum 1600 bis 475 v. Chr. besiedelt. Das beweisen die 19 Hügelgräber im Steinfelder Wald aus der Hallstattzeit zwischen 800-475 v. Chr. und die 21 Hügelgräber im Hausener Wald, die in der mittleren Bronzezeit zwischen 1600-1300 v. Chr. entstanden sein dürften. Weitere Indizien für die keltische Besiedelung sind die eiserne Lanzenspitze sowie eine mittelalterliche Keramik, die von Karl Schuhmann am 28.8.1957 bzw. am 1.8.1958 am gleichen Ort bei Hausen gefunden wurden. Die Speerspitze wurde auf das Jahr 600 v. Chr. datiert. Beide Fundstücke befinden sich im Mainfränkischen Museum in Würzburg.

Geologisch ist Hausen 276m über dem Meeresspiegel und liegt im Fränkisch-Schwäbischen Stufenland, genau an der Grenze, wo Muschelkalk und Buntsandstein aufeinandertreffen.

Der Ortsname Hausen deutet an, dass es sich um eine Besiedelung der Franken etwa im 7. bis 8. Jahrhundert n. Chr. handelt. Eine Landkarte des Waldsassengaues nennt Hausen bereits im 8. Jahrhundert.

Um 800 wurde Hausen erstmals in einer Schenkungsurkunde des Königs an das Kloster Fulda erwähnt.

1280 ist der Ortsname Hausen in einer Klage des Klosters Neustadt wider den Grafen Ludwig von Rieneck zu lesen.

19. Juni 1342: Ritter Winhart von Rohrbach erhielt seinen von dem Hochstift aufgegebenen Hof zu Hausen als Erblehen zurück.

1351 war Hausen noch im Besitz der Grafen von Rieneck.

1365 wurden sämtliche Orte aufgezählt, in denen das Kloster Neustadt Güter besaß, u. a. auch Haußen, Wisenfelt und Rohrbach.

14. Juni 1375: Die Witwe Christina von Thungenfeld verkaufte dem Götz Vogt von Rieneck den halben Hof zu Erlbach und die Hälfte dreier Mühlen bei Hausen (Forstmühle, Hiltenmühle, Jordansmühle) um 295 Pfund Häller.

1413 verpflichtete sich Thomas von Rieneck, das ihm vom Würzburg Domkapitel anbefohlene Dorf Hausen bei Wiesenfeld zu schirmen.

1428 die Weistümer wurden festgehalten.

1431: Am Montag nach St. Urban verkauften Wilhelm von Elm und seine eheliche Hausfrau Susanna, geb. von Breme, eine Reihe genau specificierte Höfe, Grundstücke und Grundrechte an den Grafen Johann von Wertheim; genannt werden unter anderen Orten auch Hausen.

1476: Am 18. März verkaufte Heintz von Hausen zu Steinfeld an Michel Nyder zu Lohr um 20 fl. einen Erbzins von 1 fl. jährlich. ( Originalurkunde im Pfarrarchiv zu Lohr)

1525: Der Bauernkrieg ging auch an unserem Dorfe nicht vorüber. Nachdem die Bauernhaufen vernichtend geschlagen wurden, kam es im ganzen Land zu Strafmaßnahmen und Hinrichtungen. Am 16. August ließ der Würzburger Fürstbischof Konrad von Thüngen auf dem Marktplatz in Karlstadt zusammen mit anderen Bauern dem Amt Karlstadt den Bauernführer Caspar Leyser aus Hausen hinrichten. Wahrscheinlich stammte dieser Leyser aus dem heutigen Anwesen Vinzenz Röder. Bis nach dem Kriege war der Dorfname für dieses Anwesen "Gottfried-Leyser".

Am 10.November 1553 kaufte Philipp von Rieneck vom Fürstbischof Melchior von Zobel zu Würzburg die Einkünfte (Zehntrechte) von 2 Mühlen unterhalb von Hausen.

1554-1568: Nachdem die Grafschaft Rieneck evangelisch wurde, wurde auch das Dorf Hausen evangelisch. Damals galt: Cuis regio, eius religio!: Zu dessen Gebiet du gehörst, dessen Religion musst du haben! 1568 wurde Hausen von den Fürstbischöfen von Würzburg wieder zurückgekauft und wieder katholisch.

1594: Fürstbischof Julius von Würzburg erließ eine neue Rothenfelser Zehntordnung. Sie galt für die Obermühle im Häusemer Tal.

1596 sind im Amtssalbuch von Rothenfels Hausener Namen von Bauern aufgeführt, die in Steinfeld begütert waren. So der damalige Schultheiß Hanss Gerlich (aus dem später der Familienname Gerling entstand). Aus dieser Zeit sind uns weitere Hausener Familiennamen bekannt: Stamm, Stamb, Schepp. Weiter erwähnt das Jahr 1596, dass die Bauern von Hausen mit ihrem gehörnten Vieh auf Steinfelder, Erlenbacher und Sendelbacher Gemarkung trieben. Dagegen trieben die aus Steinfeld, Erlenbach und Sendelbach auch auf Hausener Gemarkung. Die Bauern hielten einen eigenen Hirten, den sie besoldeten und in ihrem Hirtenhäuslein Wohnung gaben.

1614 war ein Hof des Priorats von Schönrain an einem Bauern in Hausen verliehen.

1626: Am 4. März stellte Abt Georg zu Kloster Neustadt einen Lehensrevers aus über "mehrere Morgen Ackers an der Heerstraße in der Gemarkung Hausen und in die Pfarrei Steinfeld gehörig", welche Hans Gerlich, Schultheiß zu Hausen gegen jährlich 2 fl. und einen Teil des Zehent an die benannte Pfarrei in Bestand nahm. Es unterzeichneten: Abt Georg (Ehalt), Prior Georg (Warmuth) und Pfarrer Johann Ehalt von Steinfeld (Löwenstein Archiv Wertheim Kloster Neustadt Urbarien A 608)

1632: In Aufzeichnungen während des Dreißigjährigen Krieges tauchen weitere Familiennamen (Hannss Seuffert, Stoffel Rietmann, Eva Loschertin, Casper Herrmann) auf, die noch heute Bestand haben.

1645: Älteste Rechnungen des Gotteshauses in Hausen reichen bis in dieses Jahr zurück. Vor dem Bau der derzeitigen Kirche muss also in Hausen bereits eine Kirche gestanden haben.

1678 beschweren sich die Dorfschaften zu Hausen, zusammen mit anderen zum Amte Karlstadt gehörenden Orte wie Wiesenfeld, Rohrbach und Duttenbrunn wegen der Holzfuhrfron nach Lindenfurth. Die Beschwerde hatte keinen Erfolg! Vom Hochstift wurden weitere Fuhrfronen angeordnet.

1681: Taufe eines Sohnes des Andreas Handel aus Steinfeld auf der Oberen Mühle im Tal. Taufpate war Adam Peter, mittlerer Müller im Tal.

1720-1726 streitet sich der Pfarrer von Steinfeld und das Kloster Neustadt um Zehnt und Zins von Äckern in Hausener Gemarkung. u. a. ging es um Äcker im Lindenbühl und an den langen Tannen. Auf Grund von Aussagen Hausener Bauern in Würzburg bekam der Steinfelder Pfarrer Höpfner recht. Zins und Zehnt wurden der Pfarrei Steinfeld zugesprochen.

1790: Auf das Jahr geht der Bau des Schulhauses in Hausen zurück. Damals wurde in Würzburg eine Akte über den Bau angelegt.

1800: Im Lexikon von Franken schrieb Johann Kasper Bundschuh über Hausen: "Hausen in Wzbg. Amt Karlstadt hat 42 Häuser; 1797 waren in der Schule 36 Kinder. Erlenbach schickt seine Kinder dahin zur Schule. Der Ort hat 206 Seelen. Der Boden ist feucht und kalt, von mittelmäßiger Fruchtbarkeit. Alle Gattungen des Getreides, als: Korn, Weizen geringer Gattung Hafer, Erbsen, Linsen, Wicken und Gersten werden allda gebaut. Wiesen haben Sie aber nicht zuviel; vorzüglich wird dort ein guter Flachs angebaut. Holz hat die Gemeinde eigentümlich so viel, dass sie sich wohl damit zum Bauen und Brennen versehen kann. Die Holzarten bestehen meistens in Eichen und Buchen, auch etwas Tannen. Der Nahrungs und Erwerbsstand ist Feldbau; ihren nicht sehr beträchtlichen Überfluß an Getreide verkaufen sie meistens in das nahe gelegene Mainzische Städtchen Lohr, manches Jahr wird für 700 fl. Flachs verkauft. An Handwerkern hat der Ort einigen Leinenweber, Schneider, einen Schuster und einen Schmied. Der Viehbestand hat sich gegenüber früher stark vermehrt, weil die Leute jetzt viel Klee zu bauen anfangen. Die Herrschaft des Ortes ist der Fürst von Würzburg, gehört in das Amt Karlstadt, und pfarrt in die Pfarrei Wiesenfeld. Die Einwohner haben gute Sitten und leben sehr still , ihr Wohlstand ist mittelmässig und Leben sehr gering. Vom Luxus weiß man hier nicht viel."

1803: Bitte der Gemeinde Hausen, eine Filiale der Pfarrei Wiesenfeld in Hausen zu errichten.

1815-1817: Die Filialkirche St. Cyriakus wurde erbaut. Die Baukosten betrugen damals 11.000 Gulden. Der Kirchenbesitz verringerte sich auf Grund der Baukosten um die Hälfte.

1817: Am 30. Juli quittierte Andreas Stamm, Schultheiß zu Hausen über 4 fl. und 40 Kreutzer "Kriegskostenbeitrag" vom Pfarrer von Steinfeld wegen seines Zehntrechtes in Hausen (Pfarrarchiv).

1818: Am 27. April wurde eine Beschwerde des Pfarrers Bachmann wegen der ihm auferlegten "Kriegskostenbeiträge" an die Gemeinde Hausen vom Rentamt Karlstadt abgewiesen (Pfarrarchiv). Am 8. Mai stirbt Pfarrer Bachmann.

1825 finden wir weitere Aufzeichnungen des Michael Stamm: "Nachdem die Kirche kurz erstellt war, zog nach dem Weggang der Prozession aus Wiesenfeld, Rohrbach, Massenbuch, Karlburg, Karbach und Halsbach gegen 2 Uhr ein schweres Gewitter vom Steinfelder Wald herauf, dabei wurden durch den starken Sturm von der Kirche die Schiefer bis zum Kleeberg geweht. Es wurden mehrere Kamine umgeworfen und beim Marschalls-Adel (Hsnr. 11) wurde der Heuboden eingeworfen.

1839 wurden die Flächen im Bereich der Obermühle (Schucks Mühle) erstmals vom Vermessungsamt Lohr gemessen, 1840 gezeichnet und 1841/42 gerechnet. Orginal Wortlaut der Bescheinigung vom 17.11.1972 "Die Bezeichnung "Unter der Mühle","Ober der Mühle", "Mühlrain" und "Obermühle" sind ein Nachweis für die mindestens seit 1839 bestehende Mühle".

1848: Am 14 April wies das Bischöfliche Ordinariat den Pfarrer von Steinfeld an: "Hinsichtlich der Markusprozession hat es bei dem seitherigen Herkommen zu verbleiben, wonach Steinfeld an diesem Tage nach Hausen wallfahret". Daran erinnert heute noch der "Markusbildstock" an der Hauptstraße in Hausen.

1854: Als letzte der im Steinfelder Wald zur Viehhut berechtigten Gemeinden willigte Hausen am 16. August in die von Steinfeld angebotene Ablösung ein. Die Bedingungen waren u. a. folgende: Hausen verzichtet auf das Hutrecht. Hausen erhält eine genaue begrenzte Hutfläche am "Lichtenbühl" übereignet. Unterhaltskosten an der Sendelbacher Straße werden anteilsmäßig von Hausen mitgetragen. Hausen hat am sog. "Metzgeracker" entlang bis zur Sendelbacher Straße einen Weg zu bauen und zu unterhalten. Beide Gemeinden haben Nutzungsrecht an den genannten Straßen und Wegen. Aus Steinfeld stimmten 151 von 197 stimmberechtigten Bürgern zu. In Hausen 44 von 56 stimmberechtigten Gemeindebürgern. Hausen erhielt damals 20 Tagwerk Wald im Wert von ungefähr 2.390 Gulden. Das Waldstück wurde später gerodet und den bisher Hutberechtigten Entschädigung gegeben.

1870-1880 wurde das obere Stockwerk des Kirchenturmes aufgesetzt, die Schule wurde neu erbaut und der Friedhof im Jahre 1878 neu angelegt. Die folgenden 70 Jahre verliefen mit Ausnahme von einigen großen Bränden während der beiden Weltkriege ziemlich ereignislos. Nach dem 2. Weltkrieg war die Gemeinde unter den damaligen Bürgermeistern Franz Hock und Karl Stamm sehr rührig. Nicht selten wurde Hausen in den 50er und 60er Jahren als vorbildliche Pioniergemeinde bezeichnet. Die Kirche erhielt einen neuen Putz, eine Glocke und eine Orgel von der Firma Handel aus Rodenbach. Am alten Friedhof wurde die Mauer erneuert. 1878-1905 wurde zwischen Steinfeld und Hausen ein Kulturunternehmen betrieben.

12. September 1875 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.

1895 Gründung des Kriegervereins

1898 Müller Anton Schuck errichtete eine Familienkapelle.

1902 Fahnenweihe des Kriegervereins

1908-1909 wurde die Flurbereinigung in der westlichen Gemarkung durchgeführt. Die entgültige von 1930-1933. Die Arentierung fand von 1965-1967 statt.

1914 die erste gewölbte Brücke über den Buchenbach mußte abgebrochen werden, da die Holzfahrzeuge immer hängen geblieben sind, deshalb wurde eine neue gebaut. Da auch diese Brücke den heutigen Verkehr nicht gewachsen war, baute der Staat 1973 eine neue Brücke mit Gehwegen und Geländer. Gleichzeitig wurden die Gehwege in die Röthe ausgebaut.

1921-1922 wurde die Dorfbeleuchtung von der rheinischen Elektrizitätsversorgung verlegt. Das Transformatorenhaus wurde 1921 von den Maurermeister Andreas Otter und Eusebius Stamm gebaut. Die Dorfbeleuchtung wurde nach dem Krieg 1948 wieder instandgesetzt und auf 4 Lampen erweitert.

16. Juli 1925 wurde der Männergesangverein "Lyra" gegründet.

1934 Der Gartenbauverein tritt dem Landesverband bei. Der Gartenbauverein ist vermutlich einer der ältesten Vereine im Dorf, er soll um die Jahrhundertwende gegründet worden sein.

1938 ist das Gemeindehaus gebaut worden, es war als Kindergarten gedacht. Während des Krieges wurde es als Gefangenenlager benutzt. Nach dem Krieg wohnten 20 Heimatvertriebene darin. Das Gemeindehaus wurde 1965 an Albin Nöth verkauft. Die Scheune, das Wiegehaus, Lagerhaus und den Hof hat zum gleichen Zeitpunkt Ernst Stamm erworben.

12. Februar 1950 wurde der heutige Sportverein unter dem Namen "Hausener Sportverein" gegründet.

Am 6. Mai 1950 um 10 Uhr läutete die Cyriakus-Glocke zum letzten Mal vor ihrer Abnahme, sie mußte ihren 3 neuen Schwestern Platz machen. Die Glocke trug die Inschrift: S. Cyriakus, ora pro nobis 1921.(Die Glocke wurde für das neue Geläut in Zahlung gegeben) Das von der Firma Junker aus Brion (Westfalen) gelieferte 3-Geläut (a-h-d) traf am 11. Mai 1950 in Hausen-K ein. Das festliche Geläut wurde mit Schuck´s Wagen, der wie die Glocken herrlich geschmückt war, vierspännig von Wiesenfeld kommend, mit Prozession am Ortseingang empfangen. Kaplan Fell richtete tief ergriffen herzliche Begrüßungsworte an die Glocken und nannte ihre Namen. Bürgermeister Hock hieß das neue Geläut, das zur Ehre Gottes und zur Erhaltung des Friedens recht viele, viele Jahre erklingen soll, im Namen der Gemeinde herzlich willkommen. Mit dem Lied "großer Gott wir loben dich" wurde das Geläut feierlich eingeholt und zur Kirche geleitet, wo anschließend eine feierliche Maiandacht gehalten wurde. Am darauffolgenden Tag wurden die Glocken auf mächtingen Dreifüßen zur Weihe am Sonntag aufgehängt. Namen und Inschriften der Glocken: Die Christkindsglocke, 10 Zentner schwer trät folgende Inschrift: Christus, König der Welt. Die Marienglocke, 6,5 Zentner schwer trägt fogende Inschrift: Maria, breit den Mantel aus. Die neue Cyriakusglocke, 4 Zentner schwer trägt folgende Inschrift: Cyriakus, schütze die Heimat.

August 1950 laut Innenministerium sollten mehrere gleichlautende Gemeinden innerhalb eines Landkreises ihre Ortsnamen ändern, da es im Landkreis Karlstadt ein Hausen A (Arnstein) und unser Hausen K (Karlstadt) gibt sollte ein Ort den Namen ändern, die hiesige Bevölkerung konnte es nicht begreifen das nach vielen hundert Jahren der Ort auf einmal anders heißen sollte. Schweren Herzens hatte sich der Gemeinderat dann für Buchenhausen entschieden, was dann doch nicht umgesetzt wurde, wir durften weiterhin Hausen bleiben.

1951-52 Für den Bau der Wasserleitung mußte jeder Haushalt 400 Stunden Frondienst leisten, wodurch 32000 Mark beigesteuert wurde (Baukosten 120000 Mark).

1953 wurde die Musikkapelle gegründet.

1954-55 wurde das ganze Dorf kanalisiert und die Straßen mit Asphaltdecke versehen. Auch hierfür mußte jeder Haushalt 100 Stunden leisten. Die Grabarbeiten wurden wie auch bei der Wasserleitung mit der Hand ausgeführt.

1954 ist von den Landwirten Albin Marschall und Karl Amend der erste Traktor gemeinsam angeschaft worden.

1955 wurden von Gregor Stamm, Leo Vorndran und Julius Siegler die nächsten Traktoren gekauft.

1957 erfolgte die Einweihung des Denkmals für die gefallenen und vermissten Soldaten der beiden Weltkriege. Die Geldmittel wurden je zur Hälfte von der Gemeinde und freiwilligen Spenden aufgebracht.

1959 wurde das Baugebiet Im Forst erschlossen, auf das die Hausener Bürger noch heute sehr stolz sind.

1960 wurde das neue Lagerhaus der Raiffeisenkasse gebaut, und die Straße zum Friedhof ausgebaut. Ebenso wurden nach dem Abriss des alten Feuerwehrhauses ein neues mit Schlauchtrockenturm errichtet. Die Bauarbeiten wurden von einer Steinfelder Firma ausgeführt. Bei der Bauabnahme wurde festgestellt, daß fast keine Fundamente vorhanden waren. Aus diesem Grunde mußte die Firma nachträglich das Mauerwerk untergraben und mit Backsteinen untermauern.

1960 wurde im Buchrain vom damaligen Gemeinderat ein Sandsteinbruch mit rotem Sandstein erschlossen. Als die Gemeinde keine Nutzung mehr hatte verpachtete sie den Bruch an Michael Haas. Aus diesem Grunde mußte die Straße und Brücke ausgebaut werden.

1961 wurden eine Milchsammelstelle, eine Tiefgefrieranlage und ein Waaghaus erstellt. In eigener Regie baute die Gemeinde einen 1,5 km langen und 3 Meter breiten Wirtschaftsweg in Beton aus.

1962 wurde ein weiterer Weg von 500 m Länge ausgebaut. Im selben Jahr erfolgte der Bau der neuen Sakristei und des Lagerhauses der Raiffeisenkasse.

Am 29. und 30. Juni 1963 wurde die erste Sporthalle eingeweiht.

1964 wurde die Grotte beim Anwesen Wolf vom damaligem Bürgermeister Karl Stamm mit den in der Nachbarschaft wohnenden Gemeinderäten Karl Hock und Ernst Stamm sowie dem Grundstücksbesitzer Oskar Wolf gebaut.

1964 baute der damalige Bürgermeister Karl Stamm in Eigeninitiative oberhalb des Sportplatzes ein Karussel, Kletterbalken mit Leiter und ein feststehendes Reck für die damalige Jugend.

1965 wurde der Gemeindeverbindungsweg zwischen Wiesenfeld und Hausen fertiggestellt.

1965 wurde der letzte Gemeindliche Bulle (24 Zentner schwer) verkauft, von da ab wurde die künstliche Besamung durchgeführt.

1966 folgt der Bau des Lehrerwohnhauses im Baugebiet "Forst".

1967 führte man die Innenrenovierung der Kirche und der Einbau von Heizung und neuer Bänke durch.

1967 Das letzte Kuhgespann (zwei gelbe Franken) vom Schmiedemeister Martin Stamm wurde in die Rettersbacher Höfe verkauft. Damals gab es noch ca. 130 Milchkühe im Dorf, sie waren nicht mehr eingespannt, sie mußten nur Milch geben. Was sie sehr ausgiebig taten, es wurde täglich ca. 500 liter an der Milchsammelstelle abgeliefert.

1969 war die Fertigstellung des Leichenhauses.

1971 begann der Sportverein mit dem Bau einer neuen Sporthalle. Die Gemeinde Hausen gibt zu diesem Bau ansehnliche Geldmittel.

1. Juli 1972: Seit diesem Tag gehört die ehemalige Gemeinde Hausen im Zuge der Gebietsreform zum benachbarten Steinfeld.

1972 wurden die Straße in der Röthe und der Gemeindeverbindungsweg nach Erlenbach ausgebaut und asphaltiert.

1974/75 die Ortsverbindungsstraße zu den Erlenbacher Höfen wurde gebaut.

1975 wurde die Kläranlage gebaut der erste Klärwärter war Walter Bienert.

1975 100. Jähriges Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr mit Fahnenweihe.

1978 wurde der Reservistenverein gegründet, er ist der Nachfolgeverein des 1895 gegründeten Kriegervereins, die Fahne die 1902 geweiht wurde hat der Reservistenverein übernommen und restaurieren lassen.

1984 stellte Alfred Haas den Antrag den gemeindeeigenen Steinbruch in Hausen wieder zu nutzen, Haas hatte vor etwa 15 bis 20 Jahren bereits eine Genehmigung erhalten, den Betrieb aber zwischenzeitlich aufgegeben. Der Gemeinderat erklärte jetzt, daß grundsätzlich Einverständnis mit der Nutzung des Steinbruchs bestehe. Da der Bewerber nicht sprengen, sondern die Steine brechen will.

1985 110. Jähriges Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr

Am 11.März 1985 wurden 3 Linden und eine Kastanie die rund hundert Jahre alt aber teils krank waren gefällt. Im Mai 1986 wurde der neu gestaltete Lindenplatz der von der Reservistenkameradschaft Hausen gestaltet wurde eingeweiht, im Mittelpunkt steht der Brunnen der dem 1525 hingerichteten Hausener Bauernführer Kaspar Leyser gewidmet wurde. Auf demselben Platz gab es schon einen Dorfbrunnen der 1954 zu geschüttet wurde.

Im September 1985 wurde der neue Spielplatz im Gemeindegebiet "Forst" eingeweiht. Finaziert wurde der Spielplatz vom vorjährigen Vereinsringfest, von Firmenspenden und von der Gemeinde errichtet wurde er in 600 Arbeitsstunden von freiwilligen Helfern.

10.-13. Juli 1992 Sportplatzeinweihung (Sportplatz Umbau und Neubau)

06.11.2009 Gründung des Heimat- und Geschichtsvereins Steinfeld-Hausen-Waldzell in der Pizzeria Caruso in Hausen. Als 1. Vorsitzender wurde Martin Loschert aus Steinfeld gewählt, als 2. Vorsitzender wurde Gerd Reimer aus Hausen und 3. Vorsitzender wurde Johannes Ritter aus Waldzell gewählt, als Kassier wurde Michael Knöferl und Schriftführer Robert Mosburger gewählt.

02.-07.06.2010 Gemeinsammes Jubiläumsfest 60 Jahre Sportverein Hausen-Rohrbach und 85 Jahre Gesangverein Lyra Hausen

09.09.2012 Eröffnung des Europäischen Kulturweges "Buchental" vom Heimat und Geschichtsverein in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Spessart-Projekt.

2014 Komplette Außensanierung der Cyriakus Kirche

06.09.2014 Rechtzeitig zum Ende der Außensanierung der Kirche und kurz von dem 200. Geburtstag des Gotteshaus im Jahr 2015 übergaben die Reservisten die 1000 Kilogramm schwere Cyriakus-Figur in die Obhut der Kirche, wo er auch hingehöre. Mit diesen Worten überreichte Rudolf Hock die offizielle Schenkungsurkunde der Cyriakus-Statue an den Kirchenpfleger Bernd Scheiner. Die Statue wurde in 380 Arbeitsstunden von dem Neuendorfer Steinbildhauer Martin Vormwald gefertigt.

14.09.2014 Eröffnung des Archäologischen Wanderweges "Von der Steinzeit bis zur Keltenzeit" dieser Weg enstand in Zusammenarbeit vom Heimat und Geschichtsverein und dem Landesamt für Denkmalpflege.

Die Chronik von Hausen wurde aus dem Buch "Hausen meine Heimat" (das zusammengestellt wurde von Herrn Alois Biener) entnommen und teilweise von Mitgliedern des "Heimat und Geschichtsvereins" ergänzt aus dem historischen Atlas von Bayern.
Zusammengestellt wurde die Chronik vom damaligen Oberlehrer Erhard Stark, dem ehemaligem Steinfelder Pfarrer Karl Josef Barthels, dem damaligem Altbürgermeister Karl Stamm, Alois Biener, Rudolf Hock und später erweitert von Gerd Reimer.

Einzelnachweise

  1. Buch "Hausen, meine Heimat" von Alois Biener
  2. Buch "Steinfeld bei Lohr am Main" von Karl Josef Barthels
  3. Historischer Atlas Bayern